Aktuell: Wiesn 2026 – VESD zieht positive Bilanz.

VESD e. V. – Verband deutscher Event- und Sicherheitsdienstleister

Wir sind der Unternehmerverband für Sicherheitsdienste im Veranstaltungsbereich. Wir stärken Sicherheitsbewusstsein, fördern Qualität und Fairness, beraten unsere Mitglieder und vertreten die Branche gegenüber Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung.

Auf Großveranstaltungen arbeiten wir eng mit Veranstaltern, Behörden und Partnerorganisationen zusammen. Auf dem Oktoberfest stellen Mitgliedsunternehmen in fünf Großzelten, mehreren Kleinzelten und Schaustellerbetrieben gut ein Drittel der rund 2.000 von den Betreibern eingesetzten Sicherheitskräfte. Im Einsatz waren 2026 die Detektei-Security-Service-Pappenberger in der Fischer-Vroni und der Boandlkramerei, die Oberland Security GmbH im Augustiner-Festzelt, die SLPN GmbH & Co. KG im Schottenhamel, die B.O.S. Franken Security GmbH im Marstall, die VSD Veranstaltungs- und Sicherheitsdienst PRIMAs GmbH in Bartls Flößerstadl und die Munich Security Services GmbH am Riesenrad.

Aktuell: Wiesn 2026. VESD zieht positive Bilanz

Strahlender Sonnenschein, kaum Regen, gelöste Stimmung: Der VESD e. V. blickt auf eine sichere und friedliche Wiesn 2026 zurück. Mit rund 7,4 Millionen Gästen war sie die meistbesuchte Wiesn ihrer Geschichte (2025: 6,5 Millionen). Vor allem unter der Woche kamen deutlich mehr Menschen. In den Zelten war der Andrang von Beginn an hoch, verteilte sich aber besser. Die Zelte füllten sich früher am Tag und mussten dafür seltener schließen. Tagsüber blieb es ruhig, abends wurde ausgelassen und überwiegend friedlich gefeiert.

„Die Gäste waren in diesem Jahr spürbar umgänglicher, auch uns gegenüber“, sagt der stellvertretende Verbandsvorsitzende Felix Lechner. „Wir mussten seltener zumachen, dafür ging es früher los.“

Überschattet wurde das Fest vom tödlichen Unfall eines Mitarbeiters am Fahrgeschäft „Hangover“. Der VESD ist in Gedanken bei seiner Familie, seinen Kolleginnen und Kollegen.

Nach den Sperrungen 2025 lag ein besonderes Augenmerk auf dem Besucherandrang. Trotz Rekordbesuch kam es diesmal zu keiner Überfüllung. Die Festleitung hebt dabei auch die verbesserten Kommunikationswege zwischen Veranstalter, Behörden und Sicherheitsdiensten hervor. Der VESD bringt die Erfahrung seiner Mitglieder gern in die Weiterentwicklung des Sicherheitskonzepts ein.

Ordner der Mitgliedsunternehmen achten gemeinsam mit dem städtischen Jugendschutz auf die Familienregeln: Kinderwagen bleiben ab 18 Uhr draußen, Kinder unter sechs Jahren verlassen die Zelte um 20 Uhr. 2026 registrierte der Jugendschutz rund 160 Verstöße, bei fast einer Million Gästen mehr als im Vorjahr. 2025 hatte er 200 Eltern auf das Kinderwagenverbot und 70 Familien auf die 20-Uhr-Regel hingewiesen. Dazu tragen auch vernünftige Gäste und die konsequente Arbeit der Ordner an den Zelteingängen bei.

Jugendliche haben die Ordner ebenfalls im Blick. Wer zu jung ist, um zu später Stunde allein im Zelt zu sein oder Alkohol zu bekommen, verlässt das Zelt und wird bei Bedarf an den Jugendschutz übergeben, damit er sicher nach Hause kommt.

Am Zeltausgang sorgten die Ordner zudem dafür, dass versehentlich oder absichtlich mitgenommene Maßkrüge in den Zelten blieben. In diesem Jahr waren es rund 105.000.

In immer mehr Festzelten holen sich Wiesn-Gäste Hilfe übers Handy. Die kostenlose App SafeNow schickt ihren Alarm direkt an die Sicherheitsteams der Mitgliedsunternehmen. Wer sich bedrängt fühlt, einen Streit beobachtet oder Hilfe für einen Gestürzten braucht, drückt einen Knopf. Die Sicherheitskräfte sehen, wo die Person steht, rufen kurz zurück und sind schnell bei ihr. Das Angebot hat sich bewährt: 2026 machten acht Großzelte mit, auch dank der Erfahrungen der VESD-Mitglieder.

Bewährt haben sich auch die Bodycams, die mehrere Mitgliedsunternehmen erneut einsetzten: Nach Erfahrung der Sicherheitskräfte eskalieren Konflikte seltener, aufgeheizte Situationen beruhigen sich schneller, und Vorfälle lassen sich sauber dokumentieren.

Manchmal heißt Sicherheit schlicht: da sein. Im Trubel eines Festzelts verloren zwei kleine Mädchen ihre Eltern. Sicherheitskräfte entdeckten sie, brachten sie in den Bürocontainer, beruhigten sie und versorgten sie mit Süßigkeiten. Dazu gab es Handschellen-Schlüsselanhänger. Als die Polizei kam, um die beiden auf die Wache zu bringen, hatte eines der Mädchen einen eigenen Plan: „Nein, ich bleibe lieber hier. Dann kann ich mit den Handschellen weiterspielen. Meine Mama kann mich ja hier abholen.“

„Unsere Leute stehen ab dem frühen Morgen am Zelteingang und sind um Mitternacht immer noch freundlich, auch zum hundertsten Gast, der nur kurz rein will. Das sieht von außen keiner“, sagt VESD-Vorstand Ferdinand Erben. „Und wenn ein kleines Mädchen lieber beim Sicherheitsdienst bleibt als mit der Polizei mitzufahren, haben wir wohl einiges richtig gemacht.“

Die Beschäftigten der Mitgliedsunternehmen, teils seit fast drei Jahrzehnten auf dem Oktoberfest im Einsatz, haben erneut professionelle Arbeit geleistet. Der VESD dankt ihnen sowie Festleitung, Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdienst für die sehr konstruktive Zusammenarbeit.

Wer wir sind

Der Verband deutscher Event- und Sicherheitsdienstleister ist ein Unternehmerverband mit den Zielen, das Sicherheitsbewusstsein im Veranstaltungsschutz zu stärken, Mitglieder zu beraten und zu unterstützen, fairen Wettbewerb und die Einhaltung gewerberechtlicher Vorschriften zu fördern sowie die Öffentlichkeit über Anliegen der Personaldienstleistungs- und Sicherheitsbranche zu informieren.

Auf dem Oktoberfest verfolgen wir diese Ziele durch engen und abgestimmten Austausch mit der Stadt München als Veranstalterin und Aufsichtsbehörde sowie durch Kooperation untereinander. Wir vertreten die Interessen der Sicherheitsdienstleister bei der Optimierung der Gesamtsicherheitslage und schaffen durch Information ein breiteres Verständnis für die Arbeit der Sicherheitskräfte.

Kontakt

Verband Deutscher Event- & Sicherheitsdienstleister e. V.

Inselkammerstraße 8   

D 82008 Unterhaching

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Web:        www.vesd.de

Aktuell: Wiesn 2025 – VESD zieht positive Bilanz

Der VESD e. V. blickt auf eine überwiegend positive Wiesn 2025. Nach einer außergewöhnlich friedlichen und familiär geprägten ersten Woche stiegen Besucherzahlen und Deliktzahlen ab dem mittleren Wochenende wieder auf das Vorjahresniveau.